Digitale Souveränität für Kunsthochschulen

Digitale Transformation verändert künstlerische Praxis grundlegend – doch künstlerische Freiheit darf dabei nicht verloren gehen.

Für Kunsthochschulen ist digitale Souveränität daher keine Option, sondern Voraussetzung: Sie ermöglicht einen selbstbestimmten, sicheren und reflektierten Umgang mit digitalen Werkzeugen, Daten und Infrastrukturen.

Das Verbundprojekt „Digitale Souveränität für Kunsthochschulen“ hat zum Ziel, digitale Lehr- und Arbeitsumgebungen an Kunsthochschulen so zu gestalten, dass künstlerische Praxis auch im Digitalen frei, experimentell und kritisch bleibt.

Zielsetzung

Ausgehend von den Leitprinzipien Souveränität, Offenheit, Mündigkeit und Nachhaltigkeit verfolgt das Projekt zwei damit eng verbundene Ziele:

  • den Aufbau zukunftsfähiger, bedarfsgerechter digitaler Infrastrukturen für Kunsthochschulen und
  • die nachhaltige Etablierung von Kulturen digitaler Selbstbestimmung bei Studierenden und Mitarbeitenden.

Atelier Digitale Souveränität

Kern des Projekts ist das Atelier Digitale Souveränität, die hochschulübergreifende Entwicklungs-, Beratungs- und Transferstruktur. Es bündelt Expertise, koordiniert die Projektaktivitäten und setzt die Projektziele operativ um. Die gemeinsame Arbeit im Verbund schafft die Voraussetzung, digitale Souveränität langfristig zu etablieren und über die Projektlaufzeit hinaus wirksam zu verankern.

Das Atelier arbeitet in drei zentralen Themenfeldern künstlerischer Hochschullehre:

  • Forschungsdatenmanagement und Schnittstellenentwicklung (ABK Stuttgart)
  • Kooperatives Lehren und Lernen (Kunstakademie Karlsruhe)
  • Dokumentation, Archivierung und Publikation künstlerischer Praxis (HfG Karlsruhe)

In diesen Bereichen werden hochschulspezifische Lösungen entwickelt, im Verbund transferiert und als Best Practices dokumentiert. Das Atelier leistet damit einen überregionalen Beitrag zur digitalen Transformation von Kunst- und Designhochschulen.

Praktiken der Kooperation

Impulse für das Verbundprojekt „Digitale Souveränität für Kunsthochschulen“

„Kooperation“ und „Zusammenarbeit“ gelten heute vielerorts als zentrale Werte und prägen nicht zuletzt die künstlerische und akademische Praxis. Gleichzeitig sind viele Ausbildungs- und Institutionsstrukturen weiterhin stark auf individuelle Leistung, Konkurrenz und klare Zuständigkeiten ausgerichtet.

Karlsruhe, 4. bis 6. November 2026

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